Traditionelle Chinesische Medizin

Seit mehr als 2.000 Jahren entwickelt sich in China die Heilkunde, die im Westen unter dem Begriff traditionelle chinesische Medizin (TCM) oder chinesische Medizin bekannt ist. Sie gilt als alternativ- oder komplementärmedizinisches Verfahren und umfasst Arzneitherapie, Akupunktur, Massagetechniken, Bewegungsübungen sowie Moxibustion. Die therapeutischen Verfahren finden heute weltweit Anwendung, ebenso Anerkennung und sind zu einer beliebten Alternative der Schulmedizin geworden. Laut einer Umfrage der Charité (Berlin) nutzen mehr als 60% der Deutschen TCM-Methoden. In deutschen Universitäten wird chinesische Medizin ergänzend zur Schulmedizin unterrichtet. Durch jahrtausendlange Beobachtung von Natur und Mensch geht die chinesische Philosophie davon aus, dass sich Naturphänomene (Makrokosmos) im Menschen mit seinen Krankheitsbildern (Mikrokosmos) widerspiegeln. TCM mit seinen 5-Säulen streben eine ganzheitliche Herangehensweise an, aus der eine individuelle Therapie abgeleitet wird. Die Basis hierfür bieten differenzierte, diagnostische Methoden.

Was ist traditionelle chinesische Medizin?

Der Ursprung der Medizinform liegt Jahrtausende zurück. Etwa 3.000 v. Chr. entstanden die ersten Akupunkturnadeln aus Bambus und Stein. Wie in Europa formte sich die Medizin aus dem Glauben heraus, dass Geister und Dämonen die Ursachen für Krankheit und Schmerz sind. Die erste bekannte schriftliche Aufzeichnung, Buch des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin, stammt aus dem 2. Jh. v. Chr. Nach Gründung der Volksrepublik China anno 1911 wurde die Medizinform anfänglich verboten und erst nach 1949 wieder öffentlich gefördert.

Der Körper wird als ein zusammenhängendes System betrachtet, in dem alle Organe, Organsysteme und Körperteile durch Energiebahnen verbunden sind. Der Mensch ist gesund, wenn sich alle Funktionskreise im Gleichgewicht befinden. Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen ist der wichtigste Grundgedanke bei der chinesischen Medizin. Eine Krankheit kann von einem inneren oder äußeren Störfaktor kommen. Emotionen, Ernährung, Disharmonie und weitere Lebenseinflüsse spielen bei der Diagnose eine entscheidende Rolle. Ein ausgewogenes Verhältnis von Yang (Aktivität) und Yin (Ruhe) ist das Ziel der Behandlung. Im Regulationskonzept von Qi, Yin & Yang sowie den fünf Elementen findet die Medizin heute noch ihren Ausdruck.

Yin & Yang: Verkörpern das Gegensätzliche und das Ergänzende. So wie der Tag in die Nacht übergeht, beschreiben die Symbole die Stadien einer zyklischen Bewegung. Sie tragen den Keim des jeweils Anderen in sich.

Qi: Setzt sich aus den Wörtern Dunst/Dampf und Reis zusammen. Es bringt zum Ausdruck, das Qi einerseits materiell sein kann, andererseits immateriell wie Dunst. Es ist die Basis allen materiellen und spirituellen Lebens. Fließt das Qi, funktionieren die Mechanismen des Lebens. In der westlichen Welt wird Qi gerne mit Energie übersetzt.

Fünf Elemente: Der Funktionskreis schreibt jedem der fünf Elemente – Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde – Eigenschaften zu. Hierbei kann es sich um Jahreszeiten, Farben, Emotionen, Organe, Geschmack und vieles mehr handeln. Die Elemente ergänzen, kontrollieren, und unterstützen sich gegenseitig.

Ziel und Anwendungsgebiete der Behandlung

Mithilfe von Akupunktur, 5-Elementen-Ernährung, Bioresonanz, Kräuterheilkunde und Naturheilverfahren wird der freie Fluss der Energie im Menschen wiederhergestellt. Das Ziel ist eine gesunde Lebensweise im Einklang mit Umwelt und Natur. Traditionelle chinesische Medizin kann bei chronischen und akuten Erkrankungen angewendet werden. Beispiele sind: Migräne, Verdauungsstörungen, Schmerzerkrankungen, Allergien, Erkältungserkrankungen, Muskelschmerzen und Hitzewallungen.

In Freiburg informiert Sie bei Interesse Henryk Kuhlemann über mögliche Therapieformen und weitere Anwendungsgebiete.